Adriana Altaras

Presse

Die Heilung der Elektra

Braunschweiger Zeitung (19.03.2018)

"...Alle Hysterie war verdrängte Trauer, war ein Hilfeschrei, und nie war er eindringlicher zu vernehmen als in seinem Gegenteil: dem lyrischen Sehnen, wie es Hundeling mit zarter Geschmeidigkeit, die sich zu emphatischem Leuchten steigern kann, ausdrückt. Wenige Hochdramatische vermögen wie sie, diese Zeilen wirklich zu singen in wiedergefundener menschlicher Ausgeglichenheit. Noch ist es ein Traum. Orest muss erst die Rache an den Vatermördern vollziehen, damit Elektra wirklich Ruhe findet. Dann aber, in diesem letzten Freudentanz über die Befreiung von den Gespenstern der Vergangenheit, stürzt sie eben nicht wie wahnsinnig zusammen, sondern entledigt sich ihres Magdgewandes, öffnet ihr Haar und geht erhobenen Hauptes davon. Therapie geglückt, kann man Regisseurin Adriana Altaras bescheinigen, die ihre Elektra auf der Freudschen Couch einführt und nochmal all ihre Traumata durchleben lässt, um sie zu heilen.... ...Altaras und Ausstatter Christoph Schubiger schaffen Bilder von hinreichender Größe, aber auch nötiger Konkretheit.... ...Am Ende langer Applaus und viele Bravos für eine spannende Ensembleleistung." Andreas Berger

BERN: „ANNA KARENINA“ – Oper von Jenö Hubay. Eine Inszenierung der Spitzenklasse

online Merker (27.12.2017)

"...das Werk einer glanzvollen Inszenierung erstehen ließ. Frei nach der Tolstoi-Roman-Grundlage führte die vortreffliche Regisseurin Adriana Altaras ohne befremdliche Einflüsse die Protagonisten durch das dramatische Geschehen, verstand es vorzüglich die Chormassen zu führen, rückte das tragische Liebespaar empfindsam in ihre leidenschaftliche Verstrickung, blieb komischen auflockernden Momenten nichts schuldig, beleuchtete diskret mit ironischem Unterton die russische Seele sowie die vielen liebevollen Details der vier Szenenbilder. ...eine atmosphärische Optik der besonderen Art.... Man sollte diese phantastische Produktion an interessierte Opernhäuser ausleihen oder verkaufen, wie zuvor die märchenhafte Berner Inszenierung „La Cenerentola“ nach Lübeck und Mannheim! Das Publikum teilte meine Begeisterung, feierte alle Mitwirkenden einschließlich des Produktionsteams mit Bravorufen und acht Minuten prasselndem Applaus. Das Finale einer beglückend-lohnenswerten Reise nach Bern und ich würde sie jedem Raritäten-Opernfreund sehr empfehlen." Gerhard Hoffmann

NZZ (29.11.2017)

"...Sehr realistisch zeigt Adriana Altaras eine russische High Society, die aber nicht eindeutig in der Zeit Tolstois angesiedelt ist.... Im Kern widmet sich das Regieteam jedoch der psychischen Lage der Hauptfiguren und versucht, dies aus den vorgegebenen Rollen heraus zu verstehen ... ..Die polnische Sopranistin Magdalena Anna Hofmann ....ist für Bern ein Glücksfall. Mit ihrer dramatischen und emotionalen Stimme sowie ihrer darstellerischen Wandlungsfähigkeit verleiht sie der Titelfigur eine sensationelle Ausstrahlung. ..."

Berner Zeitung (28.11.2017)

"... Für das russische Adelsleben im 19. Jahrhundert finden die Regisseurin Adriana Altaras und Bühnenbildner Christoph Schubiger poetische Bilder: ein verschneiter Birkenwald, ein gefrorener See, ein echtes Feuer, das personifizierte Wahnhafte. Ein Zug, der mal per Schwarzweissvideo gezeigt, am Ende mit gleissendem Licht und Rauch visualisiert wird.... ...Was macht man als Regisseur damit? Adriana Altaras, die 2016 in Bern bereits Verdis ≪Un ballo in maschera≫ inszenierte, versucht dem Überzeichnenden mit leichten Elementen zu begegnen...." Maria Künzli

Der kleine Bund (28.11.2017)

"Das Verfallsdatum der Erotik ...Der Mut, eine Rarität neu zu beleben, hat sich gelohnt: Jenö Hubays Oper «Anna Karenina» wird am Stadttheater Bern in der Regie von Adriana Altaras zur Entdeckung.... Dass sich auch Konzert Theater Bern nun entschieden hat, die Opernrarität in den Spielplan aufzunehmen, ist – wie die Premiere zeigt – ebenso ein Glücksfall wie der Beizug von Adriana Altaras als Regisseurin. Sie schafft Klarheit in Tolstois komplexer Liebesgeschichte, indem sie die Gefühle, die in der Musik angelegt sind, auf der Bühne sichtbar macht.... ...Die einfühlsame, klare Personenführung schält gekonnt die psychologischen Konflikte heraus, ohne die Darstellenden in ihrer individuellen Rollengestaltung einzuengen.... Regisseurin Adriana Altaras, die in Bern vor drei Jahren mit Verdis tragischer Oper «Un ballo in Maschera» begeisterte, macht auch hier alles richtig. Sie lädt den Stoff ebenso behutsam wie gekonnt mit neuen Facetten auf.... Maskierter Todesbote: Adriana Altaras’ Erfindung der gespenstischen, schwarz gekleideten Figur des Muschik (Carlos Nogueira), die Anna Karenina wortlos wie ein Schatten verfolgt, ist dramaturgisch einleuchtend. Denn alles, was diese Geisterfigur tut, wirkt wie eine Konditionierung des Schicksals, während sie ins Verderben gelockt wird. Wie Muschik mit einer Spielzeuglokomotive herumspielt – sie wird ihrem Leben unter dem Zug ein Ende machen –, wie er Papier auslegt, auf dem Anna den Abschiedsbrief schreibt, oder als Stalker in Venedig auftaucht – als Vexierbild eines maskierten Todesboten –, ist klug konzipiert. Neben der Emotionalität und dem Melodienreichtum aus dem Orchestergraben ist es auch die Liebe zu den szenischen Details, welche den Reiz dieser Opernrarität ausmachen, die im Stadttheater als Schweizer Erstaufführung gezeigt wird....!" Marianne Mühlemann

O-Ton Kulturmagazin mit Charakter (26.11.2017)

"...Ähnlich romantisch wie in dieser Kinoadaption aus dem Jahr 2012, geht auch Regisseurin Adriana Altaras ans Werk und präsentiert ein subtil angedeutetes Russland um die Zeit des Belle Époque, bei dem die Kostüme von Nina Lepilina trotz Pelz-Ästhetik, schnittiger Uniformen und tanzender Matrjoschka einen Hauch von Heute transportieren. Altaras ist bekannt dafür, die Finger von überbordenden Interpretationen zu lassen und sich ganz auf die Figuren und ihre Entwicklung zu konzentrieren. ... ...Die Regisseurin erweist sich als magische Verführerin, und es gelingt ihr zuweilen gut im musikalisch erratischen Hin und Her, gezielte Ruhepunkte zu setzen...." Peter Wäch

RIGOLETTO

Neue Osnabrücker Zeitung (30.09.2017)

"Das Publikum hat die Premiere der Oper „Rigoletto“ bejubelt. ... Bei Adriana Altaras sind Kunst und Biografie eng verwoben. Deshalb setzt sie Giuseppe Verdis Rigoletto statt der Narrenkappe die Kippa auf und verwandelt Verdis Hofnarren in einen „Hofjuden“. ... Jedenfalls legt sie, wie auch in ihren Büchern und Zeitungsartikeln oder eben in ihren Inszenierungen, den Finger in die Wunden unserer Gesellschaft, prangert Ausgrenzung, Fremdenhass und Intoleranz an." Ralf Döring

Amara terra mia

Die Welt (08.02.2017)

"Knallige Klamotte trifft auf harte, nachdenklich machende Fakten, belegt durch Dokumentaraufnahmen - mit zwei Königinnen des Abends, den Vollblutkomödiantinnen und Tragödinnen, Adriana Altaras und Daniela Morozi."

Amara terra mia

NDR Kultur (07.02.2017)

"Adriana Altaras und Daniela Morozzi schlüpfen mit Verve in viele verschiedene Rollen und spielen das Leben des Vaters nach: den Aufbruch nach Deutschland, die Ankunft in Wolfsburg, den Kampf mit der Sprache."

"Un ballo in maschera"

BernerBär (15.02.2016)

"Die Premiere vom letzten Samstag wurde beim Schlussapplaus mit grossem Jubel bedacht. Zurecht! «Ein Maskenball» von Regisseurin Adriana Altaras gehört zu den besten Produktionen unter der Ägide von Märki und Zuber. (...) Altaras lässt das Haus «brummen», wie sie es im «Bund» angekündigt hatte. Ihre Lesart der Geschichte um eine heimliche Liebschaft und einem daraus resultierenden Mord im politisch durchtriebenen Umfeld ist von opulenter Dekadenz und stringent erzählt."

"Un ballo in maschera"

Berner Zeitung (08.02.2016)

"Altaras Inszenierung lebt von einer vitalen Personenregie und feinen ironischen Brechungen, die sie an den Schnittstellen von Tragödie und Komödie immer wieder vornimmt."

"Un ballo in maschera"

Der Bund (08.02.2016)

"Regisseurin Adriana Altaras überzeugt in Konzert Theater Bern mit einer begeisternden Inszenierung von Giuseppe Verdis «Un ballo in maschera». (...)Klar und trotzdem mit Liebe fürs Detail arbeitet die auch als Schauspielerin tätige Altaras die Figurenkonstellation des Dramas heraus.Dabei schafft die Regisseurin bezüglich der Hauptpersonen glaubwürdige Charaktere, die alles andere als eindimensional wirken."

Carmen

Osnabrücker Zeitung (Ralf Döring) (02.05.2015)

Daniel Inbal bringt als Dirigent die Musik zum Glühen, Adriana Altaras setzt ein stimmige Regie um, und Almerija Delic verkörpert eine umwerfende Carmen: Mit Georges Bizets gleichnamiger Oper ist dem Theater Osnabrück ein weiterer großer Wurf gelungen.

Spiegel online (07.07.2014)

...In San Gusmè spielen an diesem Abend die nachgeborenen Bewohner eines italienischen Dorfes zusammen mit dem Zeitzeugen-Stellvertreter Osvaldino die Vorgeschichte eines Massakers nach, das im Sommer 1944 geschah. Profischauspieler aus Deutschland und Italien helfen ihnen dabei, aus Deutschland unter anderem Adriana Altaras und Peter Jordan. Zu den Sponsoren der Aufführung gehören das italienische und das deutsche Außenministerium.... ...Der lange Applaus nach zwei Theaterstunden auf der Piazza Castelli von San Gusmè lässt einen zumindest für eine Weile tatsächlich glauben: Die Erinnerung an den Tatort Toskana wird so schnell nicht mal jene Deutschen loslassen, die die Region heute so inbrünstig als Paradies verklären. ...

Funny Girl (Anthony McCarten, Hörbuch)

Münchner Kirchennachrichten (31.03.2014)

"Eine Leidenschaft fürs Witze erzählen und eine heftige Abneigung gegen arrangierte Dates mit Heiratskandidaten sind die Charakteristika der Romanheldin Azime. Ihre Mutter treibt das zur Verzweiflung und manchmal auch sie selbst. Doch Azime wagt sich auf die Comedy-Bühne - verborgen unter einer Burka. (...) Adriana Altaras spricht mit gekonntem Witz die Bühnenauftritte der jungen Komödiantin."

Die lustigen Weiber von Windsor

SHZ, Karin Lubowski (17.03.2014)

"Darsteller mit Spielfreude, eine Regie, bei der der Funke überspringt: Das Premieren-Publikum im Kieler Opernhaus zeigt sich bezaubert. Es hat funktioniert, der Funke ist übergesprungen, sie weiß es. Regisseurin Adriana Altaras konnte am Ende inmitten ihres Regie-Teams und des Bühnenpersonals nicht stillstehen vor Freude. Das Premieren-Publikum im Kieler Opernhaus zeigte sich von ihrer Inszenierung der Nicolai-Oper „Die Lustigen Weiber von Windsor“ bezaubert. (...) Altaras nimmt das Durcheinander aus der Zeit und versetzt es in ein Hotel, denn dort, sagt sie, sind diese testosterongesteuerten Männer (...) heute zu finden. Kann das funktionieren? Tatsächlich rumpelt das Geschehen im ersten Akt. Aber zum Glück bringen die Darsteller die Spielfreude mit, die es für Shakespeare-Stücke braucht. (...) Ganz und gar hinreißend gerät nach der Pause der dritte Akt, für den sich die Hotelhalle der ersten beiden Aufzüge vor Publikumsaugen in einen von Elfen, Geistern, Mücken und Wespen durchschwirrten Garten verwandelt. Hier ist die Regie ganz nah bei Shakespeare, auch die Kostüme schöpfen dafür aus dem Vollen: Männer in Frauenkleidern, Kinder als zauberhafte Elfen, Brautleute. Und ein Falstaff mit einem fehlgebildeten Geweih. Der Witz ist fein und deftig in einem. Man geht gut unterhalten und heiter."

Die lustigen Weibern von Windsor

Horst Schinzel (17.03.2014)

"In Kiel ist diese Oper nach fast zwanzig Jahren wieder auf den Spielplan gehoben worden. Dafür hat die freie Regisseurin Adriana Altaras in ihrem Debüt am Kleinen Kiel zusammen mit dem Chefdramaturgen Ulrich Frey die gesprochenen Dialoge – nicht immer glücklich – neu gefasst und auch sonst das Stück aufgemotzt. (...) Der Regisseurin sind mit dem von Barbara Kler einstudierten Chor und süßen Kindern großartige Massenszenen gelungen, die ihren Höhepunkt in der Schlussszene im Wald von Windsor finden. Hier reißt der Musikalische Leiter Leo Siberski das Philharmonische Orchester zu Höchstleistungen mit. Alle Mitwirkenden – auch die in Nebenrollen – bieten darstellerisch und sängerisch eine runde Leistung – (...). Ein rundum gelungener Abend, der vom Premierenpublikum nach vielem Szenenbeifall begeistert gefeiert wird."

Die lustigen Weiber von Windsor

Kieler Nachrichten, Christian Strehk (17.03.2014)

"So kann die deutsche "Spieloper" heute funktioniern: Die Regisseurin Adriana Altaras und der Dirigent Leo Siberski haben Otto Nicolais Lustigen Weibern von Windsor im Kieler Opernhaus fast alle spätbiedermeierliche Betulichkeit ausgetrieben. Die Boulevard-Musical-Version der "komisch-fantastischen" Shakespeare-Vertonung begeisterte das Publikum." (...) Beachtlich ist, dass Altaras Regie auch den Salto rückwärts ins Genre der fantastisch-romantischen Oper besteht."

Die lustigen Weibern von Windsor

Kieler Nachrichten, Christoph Munk (14.03.2014)

"Hier wird der Spaß unbedingt ernst genommen. Denn Adriana Altaras, Gastregisseurin aus Berlin, plädierdt temperamentvoll für die Gattung "deutsche Spieloper". Und Leo Siberski, Kiels Stellvertretender Generalmusikdirektor, stimmt aus ganzer Überzeugung zu. Voller Elan bereiten darum beide die Premiere von Otto Nicolais Die lustigen Weiber von Windsor morgen im Kieler Opernhaus vor."

Titos Brille

GeneralAnzeiger Bonn (23.01.2014)

"Vor mehr als 40 Jahren besuchten sie dasselbe Internat. So hatte Paul Friedrich, Präsident des Lions Club Bad Honnef, den Kontakt zu Schauspielerin und Regisseurin Adriana Altaras schnell geknüpft und die Trägerin des Deutschen Filmpreises 1988 eingeladen, aus ihrem autobiografischen Roman "Titos Brille - die Geschichte meiner strapaziösen Familie" zu lesen. Die Story fesselte die Zuhörer in der Buchhandlung Werber. In ihrem Erstlingswerk schildert die Schauspielerin Schicksale mitreißend und frisch, voller Wärme und Witz. Da ist ihr Alltag in Berlin mit einem westfälischen Ehemann und zwei Söhnen, und da sind die Lebenswege ihrer Eltern, der Schwester, der Tante, die Adriana Altaras geschickt verknüpft. Spannung pur vom Widerstand gegen die Nazis in Kroatien über den Kommunismus unter Tito und die Flucht nach Italien bis hin zur Ankunft der Familie in Gießen Ende der 60er Jahre, wo Mutter und Vater aber doch mit Wehmut an ihre Geburtsstädte Split und Zagreb dachten. Ihr Tod und ein Wust von Dokumenten waren Anlass, das Buch zu schreiben."

Die Fledermaus

Der Standard (17.12.2013)

"Regisseurin Adriana Altaras gibt Dialogen und Subtext viel Raum. Sie verdirbt in ihrer Inszenierung von Johannn Strauß' Fledermaus am Linzer Landestheater womöglich manchen die Champagnerlaune damit, dass sie eine Gesellschaft porträtiert, die hauptsächlich durch das gegenseitige Aufrechterhalten "vereinbarter Lügen" zusammengehalten wird. Ein durchaus aktuelles Porträt der österreichischen Seele, das, so betrachtet, wenig operettenhaft-charmant ist. Dazu ein Bühnenbild (Christoph Schubiger), das reduziert ausfällt. (...) Eine grundsätzlich gelungene Inszenierung, weil sie die Erwartungshaltung bricht. Dass man dafür in Linz Buhrufe erntet, war allerdings vorhersehbar. Orlofksy würde sich womöglich langweilen."

Melnitz

Neue Zürcher Zeitung (21.10.2013)

"Adriana Altaras, Schauspielerin, Regisseurin und Autorin (...) hat sich an diese Aufgabe gewagt. Ihre Bühnenfassung ist, genau wie die Vorlage, in vier Teilen angelegt, die in den Jahren 1871, 1893, 1913 beziehungsweise 1937 beginnen. Altaras hat auch Lewinskys Sprache, die sich, neben dem Witz, durch unzählige jiddische Begriffe auszeichnet, übernommen. Doch vor allem hat sie, gezwungenermassen, gekürzt, gekürzt und nochmals gekürzt. (...) Das Lebensgefühl in einer jüdischen Gemeinschaft – Stichwort: Mischpoche – wird in dieser (ebenfalls von Adriana Altaras inszenierten) Theateraufführung sehr gut spürbar, nicht zuletzt auch dank der von Wolfgang Böhmer komponierten Musik mit ihren vielen Klezmer-Elementen."

Tosca

HNA.de (23.09.2013)

"Adriana Altaras, prominenter Regiegast aus Berlin, holt das Geschehen von Puccinis berühmtem Opernschocker ganz nah ans Publikum heran. Keine fernen Opern-Kunstwelten werden aufgebaut, nichts wird verfremdet. Stattdessen erleben wir Menschen aus Fleisch und Blut, wir werden Zeugen eines dramatischen Geschehens, das sich genau so vor unseren Augen abspielen könnte - irgendwann zwischen dem Uraufführungjahr 1900 und heute."

Tosca

RSS: Kultur (22.09.2013)

"Wie Altaras die Personen aufeinanderprallen lässt - die eifersüchtige Floria Tosca auf ihren Geliebten, den Maler Cavaradossi, und beide zusammen auf Scarpia und seine Helfer, ist bis ins Detail schlüssig inszeniert, hat Dramatik - und Witz."

Tosca

amusio Musikmagazin (22.09.2013)

"Mit der Premiere von Puccinis beliebter Oper Tosca konnte das Team um die Regisseurin Adriana Altaras und den Dirigenten Yoel Gamzou gleich zu Beginn ein Glanzlicht setzen, das musikalisch verzauberte und szenisch überzeugte. (...) Schnell wird (...) klar, dass die ganz große Stärke dieser Inszenierung in der intelligenten und feinfühligen Personenführung von Adriana Altaras liegt."

Titos Brille

gsi (29.02.2012)

„So widmete Altaras diesen Abend ihrer Mutter - das ganze Buch sei ihrer Familie gewidmet, begann die Autorin ihre Lesung, und die sei manchmal ganz schön anstrengend. Sprach’s und nahm, da sie nur unwesentlich größer sei, als es ihre sehr kleine Mutter war, auf dem Tisch Platz statt dahinter und war so ihrem Publikum in der Enge der Synagoge noch ein wenig näher. Der berühmte Funke war zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon übergesprungen, denn der Verve, mit der Altaras von ihrer „strapaziösen Familie“ erzählte, konnte sich von Anfang an niemand entziehen.“

Titos Brille

Kölner Stadtanzeiger (22.09.2011)

"Mit einem Wechselbad der Gefühle begann sie, die neue Veranstaltungsreihe „Literaturbühne Rhein-Sieg“: Adriana Altaras las aus ihrem Erstlingswerk „Titos Brille“, mit viel Temperament, stellenweise ungeheuer komisch, oft makaber, aber auch bewegend und traurig. Und da die 1960 in Zagreb geborene Künstlerin auch Schauspielerin ist, kam ihr Publikum in der Remise von Burg Wissem in den Genuss eines dynamischen Vortrages."

Anatevka

Hamburger Abendblatt (29.03.2011)

"Nur wenige Theaterabende lassen ihre Zuschauer das Glücksgefühl der Vollkommenheit erleben. Seit Sonnabend gehört "Anatevka" dazu, die neue Musical-Inszenierung im St.-Pauli-Theater. Das amerikanische Original "Fiddler On The Roof" nach den Geschichten des jiddischen Erfolgsautors Sholem Leichem und mit der klezmergetränkten Musik von Jerry Bock durchbrach am Broadway in den 60er-Jahren als erstes Musical die Marke von 3000 Vorstellungen. Das Ensemble (immerhin 17 Darsteller) ist bis in die Nebenrollen hin typgenau und auf Augenhöhe miteinander ausgewählt. Alle kann man gar nicht loben, aber wo soll man anfangen? Bleiben wir bei Tevjes Familie. Bei den drei Töchtern und ihrem Bräutigam-Trio... Oder Tevjes Frau Golde. Adriana Altaras zuzusehen, wie sie keift, im Hintergrund Fäden zieht und sich beinahe zufällig ihre Liebe zu Tevje eingesteht - das ist ganz großes Theater; bei ihrem Spiel weht ein Hauch Erinnerung an die große Ida Ehre durch den Saal. Altaras, aus jüdischer Familie, war auch das "jüdische Gewissen" der Produktion. Ihr Urteil war letzte Instanz, wenn es darum ging, jüdisches Leben und jüdische Rituale auf die Bühne zu bringen."

Weihnachten im Zelt

Meininger Tageblatt (25.11.2010)

"Das will sie zunächst mal loswerden: "Ich mag keinen Zirkus." Sagt Adriana Altaras (...) "Ich mag keine Clowns, habe eine Pferdeallergie und außerdem Angst vor Trapezkünstlern". Oho, aha, na sieh mal einer an.(...) Wenn man sich nämlich für Sekundenbruchteile fragt, warum gerade sie dann eine Zirkusrevue schreibt und inszeniert, erklärt sie ganz ernst und bestimmt: "Ich mag die Randbereiche." (...) Da kapiert man plötzlich: Diese Frau arbeitet mit Leidenschaft. Nur der kann all die liebenswerten Klischees über das Zirkusleben in Szene setzen, der nicht verliebt in den Zirkus ist, aber leidenschaftlich bei der Sache. Für Adriana Altaras ist Zirkus großes Theater.

Zar und Zimmermann

Merkur Online (07.12.2009)

"Für Regisseure ist „Zar und Zimmermann“ womöglich eine härtere Nuss als der „Rosenkavalier“. Spielt Letzterer in einem fiktiven Wien zur Zeit Maria Theresias, wird bei der Lortzing-Oper das Korsett eng: Exakt 1697 machte sich Peter der Große auf gen Holland, um auf einer Werft Knowhow fürs eigene Land zu sammeln. Funktioniert also eine Aufführung nur als historisch-musealer Blick zurück? Jein, sagte sich Regisseurin Adriana Altaras in Verbund mit ihrer geschmackssicheren Ausstatterin Ingrid Erb – um am Theater Augsburg aktuelle Würze über der Deutschen einst liebste und doch so verkannte Spieloper zu streuen."

Die Fledermaus

Tagesspiegel (10.02.2007)

"Ein Stadttheatercoup: Adriana Altaras inszeniert Johann Strauss' "Die Fledermaus" am Hans-Otto-Theater Potsdam.
(...) Und mit etwas Glück hat man eine Regisseurin wie Adriana Altaras, die aus einem zusammengewürfelten Haufen dann ein Energiebündel macht. Altaras bringt den Operettenklassiker getreu auf die Bühne (...) - und doch wirken die Dialoge wie neu."

(00.00.0000)